PEOPLE UND ECOSYSTEM
Nah am Kunden. Klar in der Weiterentwicklung.
Im Gespräch mit Martin Eberhart, CRO von POLYPOINT.
15. Oktober 2026
Seit dem 1. September 2026 verantwortet Martin Eberhart als Chief Revenue Officer (CRO) die Bereiche Marketing, Vertrieb und Customer Success bei POLYPOINT. Im Interview spricht er darüber, was Kunden aktuell bewegt, worauf er in der Zusammenarbeit besonderen Wert legt und wie er die Kundenperspektive in die Weiterentwicklung von POLYPOINT einbringen möchte.
Martin, was ist dir in deinen ersten Wochen aufgefallen?
Ich habe mit vielen Kunden gesprochen und dabei zwei Botschaften gehört: «POLYPOINT läuft» und «Wohin entwickelt sich POLYPOINT?». Beides nehme ich ernst. Wir bauen auf 40 Jahren Erfahrung und einem Team auf, das den Versorgungsalltag weit über die Dienstplanung hinaus versteht. Dieses Wissen ist unsere Stärke. Gleichzeitig müssen wir genau hinhören, wo sich Anforderungen verändern und wie wir unsere Kunden noch besser unterstützen können. Für mich gehört zu einer langjährigen Partnerschaft mit Kunden, neugierig zu bleiben und auch Vertrautes immer wieder gemeinsam anzuschauen.
Was ist dir in der Zusammenarbeit mit Kunden besonders wichtig – und worin siehst du deine Aufgabe als CRO?
Meine Aufgabe ist klar: Mein Team und ich sind die Stimme der Kunden bei POLYPOINT. Dafür müssen wir zuhören, nachfragen und auch offen sagen, was heute möglich ist und was es für den nächsten Schritt braucht. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen fliessen in Consulting, Kundenbegleitung und Weiterentwicklung ein. Dabei wollen wir aus den Erfahrungen einzelner Organisationen Verbesserungen ableiten, von denen auch andere Kunden profitieren.
Mein Massstab ist einfach: Nach jedem Gespräch soll ein Kunde sagen können: «Mein Anliegen wurde verstanden und ich weiss, wie es weitergeht.» Zuhören ist der Anfang. Entscheidend ist, was wir gemeinsam daraus machen.
Versorgung sichern, Mitarbeitende entlasten und wirtschaftlicher arbeiten: Was brauchen Gesundheitsorganisationen dafür aus deiner Sicht von POLYPOINT?
Ich arbeite seit über 20 Jahren an der Schnittstelle von Gesundheitswesen und Technologie. Versorgungssicherheit, Entlastung und Wirtschaftlichkeit hängen eng zusammen. Fällt kurzfristig jemand aus, geht es nicht nur um eine Lücke im Dienstplan: Welche Qualifikationen braucht die Station? Wer ist verfügbar? Wie lässt sich der Ausfall auffangen, ohne andere Teams zusätzlich zu belasten? Für gute Entscheidungen müssen Bedarf, Regeln und Verfügbarkeiten zusammenkommen. Ein digitaler Dienstplan allein reicht nicht. Entscheidend ist, dass Planung und Versorgung besser ineinandergreifen und die Verantwortlichen im Alltag entlastet werden.
POLYPOINT spricht von «Smartness». Was bedeutet das aus deiner Sicht über eine KI-gestützte Planung und eine Mitarbeitenden-App hinaus?
Mich überzeugt, dass POLYPOINT Mitarbeitendenbeteiligung, flexible Einsatzmodelle und Automatisierung nicht als getrennte Themen betrachtet. Entscheidend ist, wie sie in den Abläufen einer Gesundheitsorganisation zusammenspielen. Eine App oder ein Algorithmus ist dabei nur ein Teil der Lösung. Smart wird Planung erst, wenn sie grössere Zusammenhänge berücksichtigt und die Menschen in ihrer Arbeit und bei ihren Entscheidungen unterstützt.
Ein konkretes Beispiel ist das interne Planungswissen einer Organisation: fachliche Anforderungen, betriebliche Regeln und bewährte Absprachen. Pflege, HR, Planung, IT und Leitung bringen dabei unterschiedliche Perspektiven ein; ihre Entscheidungen hängen jedoch zusammen. Ist dieses Wissen in Software und Abläufen abgebildet, kann die Planung darauf aufbauen.
So kann etwa eine digital erfasste Verfügbarkeit zusammen mit dem Personalbedarf und den geltenden Regeln in den Planvorschlag einfliessen.
Wie begleitet POLYPOINT Kunden bei ihren nächsten Schritten – und was ist dir dabei besonders wichtig?
Zuerst wollen wir verstehen, was im Alltag besser werden soll. Wo funktionieren Abläufe bereits gut? Wo ist immer wieder Abstimmung nötig? Und welche Möglichkeiten bleiben noch ungenutzt?
Für die einen sind gemeinsame Regeln und verlässliche Daten der nächste Schritt, für andere Personalpools, automatisierte Planung oder die Steuerung über mehrere Bereiche hinweg. Nicht jede Organisation braucht zur gleichen Zeit dieselbe Veränderung.
Wir vereinbaren gemeinsam Ziele, Voraussetzungen und Verantwortlichkeiten. Dabei behalten wir den laufenden Betrieb im Blick: Die Menschen, die eine Veränderung umsetzen, tragen gleichzeitig Verantwortung für Planung und Versorgung. Beratung, Einführung und laufende Begleitung gehören für uns deshalb zusammen. Eine Veränderung darf also nicht nur technisch funktionieren, sondern muss auch im Arbeitsalltag tragfähig sein.
Diesen Dialog wollen wir an der kommenden DMEA und bei einer für 2027 geplanten Roadshow persönlich vertiefen. Dort geben wir Einblick in aktuelle Weiterentwicklungen und besprechen mit unseren Kunden, was davon für ihre Organisation relevant ist und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Zum Schluss: Was hat dich persönlich zu POLYPOINT gebracht?
Nach meinen Stationen bei Doctolib und Nuance wollte ich dorthin, wo Technologie im Gesundheitswesen besonders viel bewirken kann: beim Personaleinsatz. Rund zwei Drittel der Kosten in Spitälern und drei Viertel in Pflegeeinrichtungen entfallen auf das Personal. Smarte Prozesse können Fachkräfte im Alltag entlasten – und POLYPOINT kennt diesen Alltag seit 40 Jahren.
Martin Eberhart ist seit dem 1. September 2026 Chief Revenue Officer (CRO) bei POLYPOINT und verantwortet Marketing, Vertrieb und Customer Success. Zuvor war er unter anderem Vice President Hospital bei Doctolib und General Manager Healthcare DACH bei Nuance Communications.
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