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25. September 2019

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen spitzt sich weiter zu

Im Fokus des Credit Suisse Monitors für das 3. Quartal standen die demografische Entwicklung und der Arbeitsmarkt. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Situation im Gesundheitswesen mit der Pensionierungswelle der Babyboomer weiter zuspitzt.

Gemäss Erhebung stammt im Gesundheitswesen jeder vierte Erwerbstätige aus der Generation der Babyboomer. Und sogar jeder zweite kommt aus der Kohorte der geburtenstarken Jahrgänge.
Die kommende Pensionierungswelle wird eine massive Lücke bei den Erwerbstätigen im Gesundheitswesen verursachen. Allein durch Neuzugänge können diese Lücken nicht gefüllt werden.

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Dieser Sachverhalt ist zwar nicht neu, jetzt aber zeitkritisch und vor allem langwierig. Das Problem wird uns mindestens über die nächsten zehn Jahre begleiten. Solange dauert es, bis die Babyboomer-Generation vollständig das Rentenalter erreicht hat. Rechnet man die gesamte Kohorte der geburtenstarken Jahrgänge mit ein, dauert die Pensionswelle bis 2040 an.
Wie lösen wir das Dilemma?
Ein untersuchter Ansatz ist die Beschäftigung der Fachpersonen über deren Rentenalter hinaus. Allerdings dürfte dies nur in der Minderheit der Fälle tatsächlich Abhilfe für das Problem schaffen. Seit Jahren sinkt die Tendenz zur Erwerbstätigkeit bei Personen, die ihr Rentenalter erreicht haben. Tatsächlich macht die «stille Reserve» laut CS-Studien lediglich 7 % aus.
Ein weiterer Ansatz ist die Verbesserung der Personalsituation durch Effizienzsteigerung und Automatisierung. In Sektoren wie beispielsweise der Land- und Forstwirtschaft schafft der technologische Ausbau tatsächlich massive Besserung. Allerdings weist der Bereich, dem das Gesundheitswesen angehört, in der entsprechenden Statistik ein unterdurchschnittliches Automatisierungspotenzial auf. Mit diesem Ansatz ist also ebenfalls keine durchschlagende Lösung zu erwarten. Zumindest nicht nach heutigem Wissensstand.

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Es gilt, vorhandenes Potenzial effektiv zu nutzen.
Was kommt also auf unsere Branche zu? Der Fachkräftemangel wird sich zuspitzen, gute Arbeitnehmende werden zum kostbaren Handelsgut, was die Arbeitgeberseite zu besseren Konditionen zwingt – ein denkbares, wenn auch für die Arbeitgeber unangenehmes Szenario. Schlussendlich profitiert niemand wirklich davon, wenn Gesundheitsbetriebe um Fachkräfte kämpfen. Besser, wir sorgen rechtzeitig für gute Lösungen.
Ein realisierbarer Ansatz liegt in der Schaffung flexiblerer Arbeitsmodelle, welche die Attraktivität als Arbeitgeber fördern. Denn es liegt erhebliches Potenzial brach –viele Teilzeiterwerbstätige werden nicht oder nur sehr sporadisch beschäftigt. Gerade hier scheitert es häufig an Arbeitsmodellen, welche die Erwerbstätigkeit beispielsweise mit der Familienplanung vereinbaren lassen. Oder eine auf die Mitarbeitenden besser abgestimmte Dienstplanung erlauben. Flexible und zeitgemässe Modelle bedingen einen Kulturwandel und die Bereitschaft, die Ressourcenplanung ohne Reserven abzubilden und sich stattdessen aus Pools zu bedienen.
Die Flexibilisierung hat ausserdem einen erfreulichen Effekt auf die Betriebskosten: Eine gemeinsame Studie der ZHAW und unseres Partners Careanesth aus dem Vorjahr zeigt auf, dass durch die Flexibilisierung der Arbeitsmodelle die Betriebskosten bereits bei geringer Flexibilisierungsrate erheblich gesenkt werden können. So profitieren schlussendlich beide Seiten.

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CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt.

CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt. Vor wenigen Wochen hat mir ein Lieferant mitgeteilt, dass all seine Mitarbeitenden zeitgleich eine Woche Sommerurlaub machen, um abzuschalten, auszuruhen und neue Energie zu tanken. Dies passiert im Rahmen einer langfristigen Initiative zur Vorbeugung und Bekämpfung von Burn-outs am Arbeitsplatz. Eine gute Idee, wie ich finde. Gerade weil die Burn-out-Zahlen kontinuierlich steigen – wie es auch der Job-Stress-Index 2022 verdeutlicht. Der Anteil an Erwerbstätigen, die sich emotional erschöpft fühlen, übersteigt mit 30,3 Prozent erstmals seit 2014 die 30-Prozent-Marke. Ein solch gemeinsamer Summerbreak ist jedoch nicht für jedes Unternehmen und in jeder Branche umsetzbar. Gerade für Leistungserbringer im Gesundheitswesen ist das schlicht undenkbar. Obwohl es gerade in diesem Bereich wichtig für Mitarbeitende wäre, Zeit zum Ausspannen zu finden, und für Unternehmen, den nachhaltigen Umgang mit Personalressourcen zu stärken. Im Gesundheitswesen steigen jene Zahlen, die Aufschluss geben über Belastung und psychische Gesundheit, stetig. Wie der OBSAN-Bericht vom Januar zeigt, bewertet in der Schweiz knapp die Hälfte (45,5 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit als etwas stressig. Der Anteil äusserst gestresster oder sehr gestresster Ärztinnen und Ärzte (43,1 Prozent) fällt ebenfalls hoch aus. Obwohl Letzterer im internationalen Vergleich dem zweitniedrigsten Wert entspricht, ist er von 2019 auf 2022 deutlich von 37,1 auf 43,1 Prozent gestiegen. Dass es Sommer ist, merke ich auch an den veränderten Bedürfnissen von einigen POLYPOINT Mitarbeitenden. Da muss der eine Kollege eher gehen, um noch rechtzeitig zur Abschluss-Schulaufführung des Kindes zu kommen. Ein anderer muss zur Vorbereitung des Sommerfestes seines Sportvereins. Und bei der Kollegin macht die Kita demnächst Urlaub. Flexibilität im Bereich Kinderbetreuung, Familie und Freizeit ist gefragter denn je. Gerade im Gesundheitswesen bemängeln Mitarbeitende, dass nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Eine Studie vom deutschen Bundesgesundheitsministerium vom Mai belegt, dass in der Pflege für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Freizeit weniger relevant für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist als persönlich zugeschnittene Arbeitszeitmodelle, eine verlässliche Dienstplanung und eine flexible Kinderbetreuung. Sommerzeit ist für mich auch eine Zeit der Reflexion. Ich kann nun auf neun Monate als CEO der POLYPOINT AG zurückblicken. In diesen Monaten durfte ich sehr viel lernen. Am meisten wohl aus den Interaktionen mit Ihnen, geschätzte Kundinnen und Kunden. Auf dem Richmond Healthcare Forum, der DMEA und in vielen Kundengesprächen habe ich erfahren, welchen Herausforderungen Sie sich in Bereichen der Workforce oder ganz konkret im Bereich Personaleinsatz stellen müssen. Und natürlich auch, wo sich POLYPOINT noch verbessern kann. In diesem Rahmen haben wir auch unsere Feedback-Befragung via E-Mail-Versand anhand des Net Promoter Scores (NPS) weiter optimiert. Dies, um möglichst viel konkretes Feedback auf diesem Wege zu erfahren. Ausserdem lade ich Sie gerne ein, mir für Ihr Unternehmen einen Termin einzustellen, damit wir uns kennenlernen und Ihre Bedürfnisse und Entwicklungen gemeinsam besprechen können. Trotz – oder gerade wegen des Sommers: Unser Commitment, dass wir Ihnen ermöglichen wollen, Ihre Zeit für das Wesentliche zu nutzen, indem wir Ihre Planungsprozesse effektiver machen, bleibt natürlich bestehen. Darum arbeiten wir fokussiert weiter an der Automatisierung unserer intelligenten und partizipativen Personaleinsatzplanung. Konkrete Insights dazu erfahren Sie im spannenden Beitrag aus dem POLYPOINT Innovations- und Entwicklungsbereich > In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und nutzbringende Sommerzeit. Herzlich grüsst Iris Kornacker Hier geht's direkt zur Terminbuchung > Quellen: Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, IGES | Ärztinnen und Ärzte in der Grundversorgung – Situation in der Schweiz und im internationalen Vergleich, OBSAN | Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

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