POLYPOINT_Blog_Header_AdobeStock_498423346_GigEconomy_Aug2022
30. August 2022

Bringt Temporärarbeit mehr Flexibilität für das Gesundheitswesen?

Temporärarbeit gibt es schon seit langer Zeit. Oft aber sahen sich Temporärarbeitende mit Vorurteilen konfrontiert. Vielfach wurde vermutet, sie finden keine feste Anstellung oder seien nicht team- oder anpassungsfähig. Im Gegenzug begründeten sie ihre Temporärarbeit oft damit, dass sie nur zur Überbrückung sei, da sich gerade keine geeignete Feststelle finden lasse. Doch diese Argumente – von beiden Seiten – sind überholt.

Irgendwo zwischen der Neugestaltung der Arbeitswelt und dem Mangel an Fachpersonal hat sich ein neuer Bedarf an flexiblen Arbeitseinsätzen entwickelt. Und schon haben wir es wieder, das Spannungsfeld zwischen Kollaboration und Autonomie. Diesmal allerdings beruht es auf Gegenseitigkeit: Arbeitnehmende und Gesundheitsbetriebe teilen dieses Bedürfnis. Und damit wandeln sich auch die Vorbehalte. Die durch Onlineplattformen ermöglichten Modelle von Crowd Work, also virtueller/ortsunabhängiger Arbeit, und Gig Work, also physischer/ortsgebundener Arbeit, geben einen Ausblick auf die durch die Digitalisierung verursachte Disruption.
Heute ist mit dem temporären Arbeiten oft ein Gefühl von Freiheit verbunden. Arbeitnehmende werden sozusagen zu einer «Einzelunternehmung light». Denn in der sogenannten Gig-Economy werden die Aufträge, eben die Gigs – wie in der Musikszene schon lange gang und gäbe –, meistens über einen Dritten vermittelt. In der Regel treffen sich Arbeitsuchende und Arbeitgebende heute auf Onlineplattformen. Wer Gig-Wirtschaft sagt, denkt darum oft an Uber-Fahrer, Task-Rabbit-Mitarbeitende, Airbnb-Vermieter, Online-Marktplatz-Verkäufer oder auch an Ehrenamtliche und Künstler. Doch die Liste sollte weitergehen und auch Arbeitnehmende auf Abruf, Mehrfachbeschäftigte, Kontingent- und Teilzeitbeschäftigte, hochqualifizierte Auftragnehmende, Berater u.a.m. beinhalten.

 

Warum immer mehr Health Professionals Temporäreinsätze vorziehen


Auszug aus einer Studie von BCG Henderson
Die drei wichtigsten Prioritäten für alle Arten von Freiwilligen in der Gig-Economy sind: Zeit für sinnvollere und interessantere Aufgaben zu haben, selbstständig zu sein und die Vollzeitarbeit flexibler an private Bedürfnisse anzupassen. Infolgedessen gaben sie auch an, glücklicher und zufriedener mit ihrer Arbeit zu sein als Menschen in traditionellen Vollzeitbeschäftigungen, obwohl sie eher mehr als 45 oder sogar 60 Stunden pro Woche arbeiten und etwas weniger verdienen.


 

Viele Pflegefachpersonen wünschen sich mehr Flexibilität und Selbstbestimmung für ihre Arbeitseinsätze. Temporäre Einsätze machen genau dies möglich. Arbeitnehmende bestimmen selber, wie oft, mit welchem Pensum und in welchen Betrieben sie arbeiten wollen. Zudem erlaubt die Gig-Economy beispielsweise auch das Koppeln von verschiedenen Projekten. Dadurch lassen sich in kurzer Zeit vielfältigere Erfahrungen sammeln. Zudem ist auch möglich, dass in einer Festanstellung eher auf eine spezifische Aufgabe gewartet werden müsste, bis ein Platz im entsprechenden Team frei wird.

Bei der temporären Arbeit werden gezielte Kompetenzen für spezifische Einsätze angefragt. Und die bewusst gewählten Arbeitseinsätze können individuell mit Auszeiten zum Reisen oder mit Weiterbildungen kombiniert werden.

 

Und wo liegen die Vorteile für Gesundheitsbetriebe?

Schon länger setzen Unternehmen auf externe Temporärmitarbeitende, wenn sie kurzfristige Lücken füllen oder starke Schwankungen ausgleichen mussten, denen sie mit Festangestellten oder eigenen Pools nicht mehr mächtig wurden.
Um Auslastungsschwankungen über diese Mitarbeiterressourcen abzufangen, stellen heute immer mehr Leistungserbringer im Gesundheitswesen ihre Planung bewusst auf dieses Modell um. Erhebungen zeigen, dass externe Mitarbeitende dabei ähnlichen Monitoringprozessen wie interne Mitarbeitende unterliegen sollten. Das Einhalten von Zielen, Milestones, Reviews u.a. von externen Mitarbeitenden gewinnt zunehmend an Relevanz, um die Zahl an festangestellten Mitarbeitenden zu reduzieren. Und sich als Unternehmen entlang des tatsächlichen Ressourcenbedarfs zu orientieren.

Zusätzlich bietet die externe Flexibilisierung die Möglichkeit, Fachpersonen in den Arbeitsalltag zu integrieren, denen ein Einsatz in einer Festanstellung nicht möglich wäre. Beispielsweise Mitarbeitende mit niedrigen Teilzeitpensen oder solche aus Pensionierten-Pools. In Anbetracht des zunehmenden Fachkräftemangels liegt hier grosses Potenzial.

 

Wie sieht die Zukunft aus?

Es vollzieht sich ein Wandel der Gig-Economy zu einer Talent-Economy: Analog zu der wirtschaftlichen Entwicklung von Cloud Computing entwickeln sich neue Konzepte von Anstellung und Arbeit. Eine zunehmend flexible Workforce wird sich kontinuierlich den Anforderungen anpassen. Anstatt Mitarbeitende zu suchen, werden temporäre Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben angeworben. Diese Form der Dienstleistungsarbeit wird gemäss Studien zukünftig ca. 40 Prozent der Produktivität ausmachen.

Beim Entscheid für oder gegen die externe Flexibilisierung von Mitarbeiterressourcen geht es allerdings nicht nur um die harten Fakten. Es geht nicht nur darum, wie ein Unternehmen direkt monetär von dieser Option profitiert.

Temporäre Mitarbeitende gleichen im Mindset einer Einzelunternehmung. Sie wissen um ihre Vergütung pro «Gig» und sind sich bewusst, dass sie eigenverantwortlich handeln. Sie sind sozusagen ihres Arbeitsglückes eigener Schmied. Bei all den genannten Vorteilen für die Temporärmitarbeitenden stellt sich auch die Frage, ob Freelancing allenfalls eine Art Umgehungslösung zu besseren Arbeitsbedingungen darstellt.

Denn gerade im Gesundheitswesen ist Mitarbeiterzentriertheit als Teil der New Work auf dem Reissbrett immer wieder Thema. Oft aber verlaufen die Massnahmen in der Praxis im Sand. Zu starre Hierarchien, zu wenig Mitbestimmungsrecht, wenn es um Arbeitseinsätze geht – flexiblere Arbeitsmodelle in Bezug auf Teilzeitarbeit oder Vereinbarkeit mit der Familienplanung könnten mit dem Entscheid, selbst über die Arbeitseinsätze bestimmen zu wollen, in Zusammenhang stehen.

So wie Plattformen wie Uber oder Airbnb ganze Tourismusbranchen umgekrempelt haben, dürfte sich die Arbeitswelt durch die Plattformökonomie* auch verändern. Mehr Projektbezug, stärkere Spezialisierungen und entsprechend Auftrag pro Aufgabe anstatt einer generischen Festanstellung werden die Folge sein.

Wie dem auch sei: Fest steht, dass der Entscheid für eine externe Flexibilisierung immer auch ein Entscheid für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und somit die frühzeitige Adaption des Mindsets von Crowd Work oder Gig Work ist.

 


Was ist Plattformökonomie?
Als Plattformökonomie bezeichnet man die Vielzahl von Onlineplattformen, die Mitarbeitende zur Verfügung stellen bzw. über die Mitarbeitende direkt akquiriert werden können. Die Mitarbeitenden agieren als Mikrounternehmer, arbeiten zeitlich und örtlich sehr viel flexibler und sind unabhängig, da sie nicht von den Plattformbetreibern angestellt werden. Zudem fallen sie nicht unter den geltenden Arbeitnehmerschutz (wie z.B. Kündigungsschutz oder Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers), da solche Freelancer meist als selbstständig erwerbstätig gelten. Die Plattformen sind sowohl als B2C- als auch B2B-Lösungen verfügbar.


 

(Quellen: Konnektivität, Zukunftsreports, Zukunftsinstitut.de | Partizipation in der Gesundheitsförderung, Gesundheitsförderung Schweiz | Future Workforce Report 2021, Upwork | Flexible Workforce Studie, BearingPoint | Future Work Barometer 2021-1 | Arbeitswelt 4.0, FHNW, HSG | Zukunft der Arbeit - Perspektive Mensch, Springer Gabler | Wirtschaft und Arbeit, Plattformökonomie, Bayerisches Forschungsinstitut für digitale Transformation)

Neuste Beiträge.

241107_POLYPOINT_Web_Header_Personen
3 Min
Gemeinsam die Zukunft gestalten. Mit menschenzentrierten Lösungen.

About People. About Us. Gemeinsam die Zukunft gestalten. Mit Menschen und menschenzentrierten Lösungen. Mitarbeiterzentrierte Lösungen? Das hört sich doch gut an, oder? Aber: Was heisst das? Und was bringt es? Bei mitarbeiterzentrierten Softwarelösungen im Personaleinsatz geht es uns verstärkt darum, technologische Entwicklungen konsequent auf die Bedürfnisse und Werte von Mitarbeitenden auszurichten. Denn die Software von POLYPOINT soll nicht nur funktional und effizient sein, sondern sie soll auch Prozesse unterstützen, die sozial gerecht und inklusiv wirken. Wir denken, dies wird gerade hinsichtlich des Einsatzes neuer Technologien immer zentraler. Obwohl neue Technologien wie KI extreme mathematische Leistungen vollbringen können – wie die vielseitigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen, im Betrieb oder auch in persönlicher Hinsicht zusammenzuführen und bestmögliche Pläne zu berechnen –, braucht es für den Schritt in die Zukunft die Förderung eines partizipativen Mindsets und eine gesunde Kultur der Zusammenarbeit. Immer mehr werden Strukturen und Prozesse auf den Prüfstand gestellt, wenn wir uns gemeinsam mit Gesundheitseinrichtungen zu smartem Workforce Management austauschen. Denn gerade hinsichtlich des Fachkräftemangels, New Work oder auch des Sinnbilds kommender Generationen will die Akzeptanz von Mitarbeitenden gesteigert und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Organisationen langfristig gesichert werden. Mit mitarbeiterzentrierten Lösungen geht also die Reise immer weiter weg von reinen IT-Projekten hin zu Organisationsprojekten. Dabei braucht es Menschen, die beispielsweise das Verständnis für Partizipation fast schon in ihrer DNA verankert haben. Wie unser neuester Beratungszuwachs: Marcel Hentz, der vom Universitätsspital Basel kommt und dort langjährig als Stationsleiter und im Projektmanagement tätig war, hat zuletzt unter anderem das Pool-Management in seiner Abteilung «Kapazitätenmanagement» geleitet. Er bringt entsprechend vielfältige und wertvolle Erfahrung in die Gestaltung moderner und flexibler Arbeitsmodelle und bedarfsgerechter Personalplanung ein. «Meine Erfahrungen aufseiten der Gesundheitseinrichtung helfen uns, Lösungen voranzutreiben, die nicht nur technologisch funktionieren, sondern auch im Klinikalltag Akzeptanz finden», so Marcel. Samuel Kolb, Experte für datenbasierte und intelligente Dienstplanung, unterstützt indes bei der Optimierung von Planungsprozessen. Mit seinem fundierten Wissen in den Bereichen Data Science und Operations Research, unter anderem erworben im Innosuisse-Projekt zur automatisierten und partizipativen Dienstplanung als Vertreter der FH OST, bringt er die Entwicklung hin zu partizipativen Planungsansätzen wie smartPEP entscheidend voran. Regula Schaller verfügt über zehn Jahre Erfahrung im Projektmanagement für menschenzentrierte Lösungen und hat sich bereits einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen der Gesundheitsbranche verschafft. «Erfolgreiche Projekte beginnen bei den Menschen. Ich freue mich darauf, Organisationen durch praxisnahe Schulungen und Beratungen auf ihrem Weg zu unterstützen», so Regula. Wir sind stolz darauf, immer mehr Menschen bei uns im Team willkommen zu heissen. Und danken allen dafür, dass dank ihrer Unterstützung unsere Softwarelösungen eine Verbesserung der Lebensqualität für Mitarbeitende wie auch für Patienten und Patientinnen in Gesundheitseinrichtungen vorantreiben. So wächst unser Team fortwährend und nimmt auch über Unternehmensgrenzen hinweg zu. Denn wir sind überzeugt, dass die Einbindung ihrer Mitarbeitenden in Planungsprozessen den entscheidenden Unterschied macht. Wir freuen uns, zukünftige Wege gemeinsam zu gehen. Um Gesundheitseinrichtungen nachhaltig zu sichern und weiterzubringen.

4 Min
CEO Insights: Im Gesundheitswesen geht es um Menschen. Und um Teamarbeit.

CEO Insights: Im Gesundheitswesen geht es um Menschen. Und um Teamarbeit. Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle von einem Lieferanten ausserhalb des Healthcare Sektors erzählt, bei dem alle Mitarbeitenden zeitgleich eine Woche Sommerurlaub machen. Um abzuschalten, auszuruhen und neue Energie zu tanken. Das scheint sich bewährt zu haben – auch dieses Jahr gibt’s bei diesem Lieferanten wieder eine «Ruhe-Woche». Nicht alle wirksamen Massnahmen lassen sich im Gesundheitswesen anwenden. Dennoch wird viel unternommen, um die Mitarbeitendenzufriedenheit zu steigern und die Unternehmenskultur zu verbessern – in Zeiten von Fachkräftemangel und Kostendruck von grosser Bedeutung. Eine Evolution der Human-Resources-Abteilungen, auch als «Human Companionship» bezeichnet, zeichnet sich auch in Gesundheitseinrichtungen ab. HR wird zunehmend als strategischer und proaktiver Partner im Unternehmen positioniert, um sicherzustellen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und die Organisation wettbewerbsfähig bleibt. Eindrückliche Ansätze wurden beim Health MeetUp von Beekeeper und HR Campus präsentiert. Vertreter aus dem Akut- und Langzeitsegment kamen am 13. Juni in Zürich zusammen, um ihre Erfahrungen und Best Practices zu Themen wie Partizipation, neue Arbeitsmodelle und Kulturwandel auszutauschen. Die Videoaufnahmen der Präsentationen finden Sie gleich hier. Partizipation ist nicht zuletzt aufgrund des positiven Effekts auf die Mitarbeitendenzufriedenheit und auf die Bereitschaft zur Veränderung (Change) in aller Munde. In Umfragen, in denen es darum geht, was man sich vom Arbeitgeber wünscht, ist die Mitbestimmung regelmässig eines der High-Score-Themen. Übrigens: Neben etlichen aktuellen Studien verdeutlichten dies schon frühe Darstellungen. Wie die Studie von Coch und French aus dem Jahr 1948, die aufzeigt, wie sich die «Resistance to Change» dank Mitarbeiterpartizipation aufbrechen lässt. Abbildung: Studie zur Mitarbeiterparizitaption (Coch/French 1948) Es liegt uns viel daran, den wachsenden Bedarf an Technologie und Menschlichkeit so zusammenzubringen, dass eine wertvolle und nachhaltige Beziehung entsteht. Dabei geht es uns nicht nur darum, Arbeitsabläufe zu optimieren, sondern sie so zu gestalten, dass gemeinsame Ziele erreichbar werden. Und zwar nachhaltig. Dass wir einen Beitrag in die richtige Richtung leisten können, stimmt mich froh: Mit unseren Lösungen gestalten wir den Planungsprozess effizient, effektiv sowie automatisiert und lassen gleichzeitig die Mitarbeitenden aktiv an der Planung partizipieren, indem ihre Planungspräferenzen transparent berücksichtigt werden. Interne Partizipation leben wir auch bei POLYPOINT. Beispielsweise bei der Renovierung unserer Büroräume in Gümligen. Mit dem Approach auf das ganzheitliche Wohlbefinden am Arbeitsplatz waren unsere Mitarbeitenden beispielsweise aktiv beteiligt an der Gestaltung der neuen Arbeitswelten – z.B. brainstormte eine Gruppe die Aufteilung in unterschiedliche Arbeitszonen (Collaboration, Creation, Silent Zone), und in einer Abstimmung wurde über Wandfarben-Kombinationen und Pflanzenausstattung entschieden. Bild: „Aus alt wird neu“ – bei der Umgestaltung der Büroräumlichkeiten wurde auch die bestehende Möblierung wieder sinnvoll eingebunden. Kreative Partizipation bei Kunden. Partizipation durfte ich beispielsweise auch bei der Klinik Schönberg erleben. Dort werden Mitarbeitende aller Berufsgruppen aktiv in den Strategieprozess eingebunden – sie konnten z.B. ihre Perspektiven, Vorschläge und Bedürfnisse in einem zweitägigen Strategie-Workshop einbringen. Zudem hat die Klinik Schönberg aus diesem Prozess heraus ein neues Format implementiert: «Sag es Remo» heisst das Projekt, bei dem alle Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, sich unkompliziert mit dem Direktor der Klinik, Remo Briker, auszutauschen. Chapeau für dieses Vorgehen! «Haben Sie Lust, eine Pizza zu gewinnen oder spielerisch Informationen zu konsumieren?» Verschiedene Kunden motivieren ihre Mitarbeitenden oft via Kommunikations-Apps, sich zu informieren oder zu partizipieren, indem sie das Geben von Feedback zu bestimmten Themen incentivieren. Hierbei geht es nicht nur darum, die neuesten Technologietrends zu adaptieren. Vielmehr ist es wichtig, zu verstehen, wie Technologien das soziale Gefüge von Organisationen verändern und die Art und Weise von Arbeit möglichst positiv beeinflussen können. Kulturwandel und Partizipation. Auch wenn ich mit Kunden darüber spreche, wie sie die Veränderungen hin zur Partizipation und zu neuen Prozessen angehen wollen, kommt das Thema Kultur häufig zur Sprache: «Ein anderes Vorgehen passt nicht in unsere derzeitige Kultur» bzw. «Wir sind dabei, die Kultur zu verändern». Dabei wird deutlich: Kultur kann man nicht verordnen oder durchsetzen. Kultur muss von Mitarbeitenden gelebt und von Vorgesetzten vorgelebt werden – nur so wirkt sie auf die Organisation. Wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven einzubinden, um einen Change voranzubringen, zeigen auch unsere Kundenprojekte. Dabei zeichnet sich auch hier ab, dass der Dreiklang von Fachseite, HR und IT für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend ist. Im aufs Gesundheitswesen fokussierten IT-Sektor, in dem POLYPOINT angesiedelt ist, sind wir längst bei wenig hierarchischen Strukturen – ohne unzeitgemässe Privilegien – und bei der Du-Kultur angekommen. Dennoch bleibt Kultur ein Dauerbrennerthema, an dem auch wir als Organisation selbst täglich arbeiten. Viel Unterstützung erleben wir dabei von unserem HR-Team, welches erfreulichen Zuwachs bekommen hat. Lernen Sie unsere neue Chapter Leaderin People & Culture gleich hier etwas näher kennen. Bild: Aline Gutknecht, neue Chapter Leaderin People & Culture, links und unsere neue Key Account Managerin Donika Ajvazi rechts im Bild. Wertschätzung im Arbeitsalltag. Unternehmen sind also herausgefordert, Kulturen und Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen sich Mitarbeitende wertgeschätzt und beteiligt fühlen. Nicht zuletzt deshalb bleibt die Wertschätzung ein weiteres High-Score-Thema, das Mitarbeitende von ihren Arbeitgebern wünschen. Oft fängt das schon beim einfachen Danke-Sagen an. Wie ich gerade heute wieder von einem Kunden erfahren habe, kommt dies oft zu kurz. Im Gesundheitswesen geht es um Menschen – also um Sie! In diesem Sinne richte ich mein Dankeschön an die grossartigen Menschen in unserem Ökosystem. An unsere Kunden, Partner und Mitarbeitenden. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer. Hoffentlich können Sie Energie tanken bzw. auch mal die Seele baumeln lassen. Vielleicht pflegen Sie ja mal ein wenig «Purposelessness». Und tun ganz einfach – gar nichts. Häbet Sorg! Dr. Iris Kornacker, CEO bei POLYPOINT

3 Min
About people. About us. POLYPOINT Sommerfest.

About People. About Us. Das POLYPOINT Sommerfest mit Aline Gutknecht. Am Freitag, 28. Juni, feierte POLYPOINT das jährliche Sommerfest im malerischen Zehendermätteli bei Bremgarten. Der Event, begleitet von schönem Wetter, bot eine perfekte Mischung aus Entspannung und Unterhaltung. Es war ein unvergesslicher Sommerabend. Wenn sich alle POLYPOINT Mitarbeitenden mitsamt ihren Familien treffen, dann ist Sommerfest. Ein Anlass, bei dem wir Partizipation in gemeinschaftlicher Atmosphäre ausserhalb des Unternehmens erleben. Beim Warm-up am Nachmittag konnten die Gäste zwischen Tennis, Bogenschiessen oder dem entspannten Beisammensein wählen, um das Miteinander zu stärken. Um 18 Uhr begann dann der Abend mit einem Apéro, gefolgt von einem reichhaltigen Buffet. Trotz einem kurzen Regenschauer blieb die Stimmung ungetrübt. Zum ersten Mal mit dabei am POLYPOINT Sommerfest war Aline Gutknecht. Aline ist bei POLYPOINT die neue Verantwortliche People & Culture – in der Funktion Chapter Leader People & Culture leitet sie unser HR. Nach dem Sommerfest wollten wir von ihr wissen, wie ihr dieser Einstieg gefallen hat. Und noch ein wenig mehr. Auf die erste Frage antwortet Aline: «Das Sommerfest war sehr schön! Es ist super, dass auch die Familien unserer Mitarbeitenden dabei sind. Es schafft eine wunderbare Atmosphäre. Besonders schön ist es, auch zukünftige Mitarbeitende hier begrüssen zu dürfen. Das zeigt, wie wichtig bei POLYPOINT die Wertschätzung und Integration neuer Teammitglieder ist. Solche Events passen perfekt zur Unternehmenskultur und machen einfach Spass. Man spürt richtig, wie das Team enger zusammenwächst.» Wie bist du zu deiner aktuellen POLYPOINT Funktion gekommen? Was hast du denn vorher gemacht? «Bevor ich zu POLYPOINT gekommen bin, war ich mehrere Jahre in der Tourismusbranche tätig. Dort habe ich umfassende Erfahrungen im HR-Bereich gesammelt. Den Schritt zu POLYPOINT habe ich schliesslich gemacht, weil mich die Möglichkeit gereizt hat, in einem innovativen Unternehmen zu arbeiten, das nicht nur technologische Lösungen entwickelt, sondern auch grossen Wert auf die Entwicklung seiner Mitarbeitenden legt.» Was motiviert dich in deiner aktuellen Aufgabe am stärksten? «Die richtigen Menschen für die verschiedenen Aufgaben bei POLYPOINT zu finden. Es ist unglaublich erfüllend, passende Persönlichkeiten zu entdecken, die dann nicht nur die nötigen fachlichen Qualifikationen mitbringen, sondern auch unsere Werte in Zukunft leben wollen und eine kundennahe Einstellung haben. Das Gefühl, damit zur Weiterentwicklung unseres Teams beizutragen und somit auch zum Erfolg unserer Projekte und Kundenlösungen, ist bereichernd.» Warum, denkst du, spielt gerade HR in den Lösungen von POLYPOINT eine so wichtige Rolle? «HR spielt bei den Lösungen von POLYPOINT eine zentrale Rolle, weil diese stark darauf ausgerichtet sind, die Arbeitsabläufe und das Wohlbefinden der Menschen in Organisationen zu verbessern. Wir verstehen, dass zufriedene, engagierte Mitarbeitende der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens sind. Durch unsere HR-Lösungen unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Personalressourcen optimal zu nutzen und eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen. Diese Aspekte spiegeln sich wiederum auch in unserem Unternehmen und unserer internen Kultur wider – wir leben, was wir anbieten.» Das Sommerfest von POLYPOINT war somit nicht nur ein freudiges Ereignis, sondern auch ein Spiegelbild der Unternehmenswerte. Gemeinsam mit Aline Gutknecht an Bord werden wir auch in Zukunft darauf setzen, Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Aline Gutknecht Chapter Leader People & Culture aline.gutknecht@polypoint.ch Sie möchten mehr über uns und unsere Teams erfahren? Einfach hier klicken.

Newsletter
abonnieren und keine Kundenstory mehr verpassen.