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25. August 2021

New Work Shapes
New Leaders.

Noch nie waren die Herausforderungen, mit denen sich Leader konfrontiert sehen, so konstant, so unerbittlich und so global wie heute. Digitale Disruption, wirtschaftliche Umwälzungen, soziale Unruhen, Gesundheitskrisen, Klimawandel – all diese Themen treiben die Arbeitswelt und mit ihr die Art der Führung weiter voran.

Drei Trends, die sich bereits vor der Pandemie in der Arbeitswelt, in unserem Verhalten und in Geschäftsmodellen abzeichneten, wurden durch Covid-19 massiv beschleunigt: 1. der Trend zum mobilen Arbeiten. 2. der Trend zu E-Commerce und virtueller Interaktion. Und 3. der Trend zur Automatisierung von Produktion und Prozessen sowie zum Einsatz von KI-Technologien. Das besagt eine Studie des McKinsey Global Institute.
Diese Trends werden die Umwälzungen und Veränderungen von Arbeitsplätzen in den nächsten zehn Jahren weiter vorantreiben. Gemäss der Studie dürften weltweit über 100 Millionen Arbeitnehmende von Umschulungen, Weiterbildungen oder gar von Jobwechseln betroffen sein.

Schnell auf neue Entwicklungen reagieren und in diesem Umfeld erfolgreich agieren. Menschen begeistern und die Selbstorganisation von Mitarbeitenden stärken. Diese Fähigkeiten werden demzufolge gefragter denn je. Was aber ist denn nun wirklich so neu an New Leadership? Und welche Chancen gehen damit für Unternehmen einher?


New? Leadership

Diverse Studien zeigen, dass die Coronakrise mit den damit verbundenen Lockdowns das Bedürfnis nach einer modernen, digitalen Arbeitswelt 4.0 nachhaltig verstärkt hat. Die Wichtigkeit ist evident. So wurde während der letzten sechs Monate vornehmlich in die Bereiche Arbeitsplatz und Vernetzung investiert. Auf Investitionen in Führung und Kompetenzen indes wurde fast gänzlich verzichtet. Das Empfinden, dass Führungskräfte ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen ihrer Mitarbeitenden haben, ist stark rückgängig. Wo liegt der Grund dafür?

Seit Monaten erproben Führungskräfte das Führen auf Distanz. Dabei machen Leader und Mitarbeitende unterschiedliche Erfahrungen. Mitarbeitende dürfen und müssen selbstständiger arbeiten. Führungskräfte sollen Mitarbeitende weiterhin fördern und ihnen zeitgleich Freiraum lassen – damit neue Potenziale freigesetzt werden können.
Mitarbeitende und Führungskräfte sind sich allerdings einig: dass Führung auf Distanz ohne Vertrauen nicht gelingen kann. Vertrauen hat noch nie eine grössere Rolle in unserer Gesellschaft gespielt. Dies bestätigt auch eine Studie von Deloitte. Sie benennt «Vertrauen in Mitarbeitende» als wichtigste erforderliche Führungseigenschaft in Krisenzeiten.

«Wer nicht vertraut, findet auch kein Vertrauen.» Diese Aussage unterstützen auch Studien aus der Neurowissenschaft. Sie zeigen auf, dass Menschen offener für Ideen, verbundener und engagierter sind, wenn sichergestellt wird, dass der Sinn der angestrebten Ziele – und nicht die Ziele selbst – offen kommuniziert wird und ehrlich spürbar ist.

New Leadership verankert also das Sinnhafte im Unternehmen. Gleichzeitig stellt es das Interesse, die Wertschätzung und das Vertrauen in die Menschen ins Zentrum. New Leaders nutzen neue Technologien und digitale Lösungen. Und eröffnen ihrem Unternehmen so die Flexibilität, sich in einem dynamischen mobilen Umfeld selbstständig zu bewegen und gezielt zu kommunizieren.
Den optimalen Rahmen dazu liefern eine ergebnisorientierte Führung und eine kollektive Entscheidungsfindung. Zusammen sind sie ein effektiver Weg, um den Anforderungen an immer schnellere Geschäftszyklen gerecht zu werden.

Ein agiles digitales Leadership mit weniger Hierarchie, noch mehr Partizipation von Mitarbeitenden und gezielten flexiblen Lösungen wird somit zunehmend wichtiger. Als Unterstützende und als Möglichmachende von Teamaufgaben entwickeln sich Leader zu empathischen Coachs. Sie fördern Lernprozesse, regen zur Reflexion von Sinn und Werten an und leben eine aktive Stärkeorientierung.

Klar ist, dass wesentliche Führungsaufgaben, um das eigene Unternehmen nachhaltig rentabler zu machen – und zwar im Einklang mit zufriedenen Mitarbeitenden, Lieferanten und Kunden –, auch in der Welt von New Leadership bestehen bleiben.
Die Art und Weise, wie diese Führungsaufgaben wahrgenommen werden, entwickelt sich hingegen laufend weiter. Während die Führung von gestern hauptsächlich auf der Vision und dem Ehrgeiz einer einzelnen Person beruhte, treibt das New Leadership die Menschlichkeit und den Teamgedanken weiter voran. Visionen werden über Abteilungen, Standorte und Unternehmen hinweg geteilt. Und der Ehrgeiz wird an der Zahl der Menschen gemessen, die wir unterstützen.

So setzt sich New Leadership verstärkt für die Qualität der Kollaboration mithilfe all der technischen Möglichkeiten und einer agilen Führungsart ein. Denn die Qualität der Zusammenarbeit wird für den Erfolg vieler Unternehmen in der gegenwärtigen Krise und darüber hinaus ein entscheidender Faktor sein.

New Leadership – New Opportunities?

Die Erwartung, dass Leader das Unternehmen umgestalten, während sie gleichzeitig eine starke Leistung erbringen, ist nicht gerade neu; vielmehr zeichnet es sich als Trend schon seit Jahren ab. Die gegenwärtige Situation hat diesen zusätzlich verstärkt.
Wie lebt man folglich Leadership in dieser Welt, die von Krisen und Umwälzungen geprägt ist und in der es für neue Herausforderungen noch keine bekannten Lösungen gibt? Wo sollen Unternehmen ansetzen?

  1. Agile Organisationen verbessern die Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und verlangen nach einer besseren Kommunikations- und Informationsbereitstellung. Abstimmungen, Orientierungen, Infos, aber auch Plattformen zur Förderung von sozialen Beziehungen, Aufmerksamkeit und Wertschätzung spielen für eine qualitativ gute Zusammenarbeit (auch auf Distanz) eine wesentliche Rolle.

  2. Unternehmen bereiten sich darauf vor, dass die grösste Belegschaft aller Zeiten in den Ruhestand geht. Mentoring, Coaching und Job-Shadowing sind Beispiele dafür, wie Unternehmen den Übergang von Führungskräften der Millennials bewältigen können. Ein grösseres Angebot hinsichtlich Umschulungs-, Umstellungs- und Begleitungsprogrammen für Mitarbeitende zu schaffen, erhöht die Chancen auf eine langfristige Beziehung mit wertvollen Fachkräften.

  3. Die Konzentration auf Fähigkeiten anstelle akademischer Abschlüsse erweitert bereits bei der Stellenausschreibung und der Einstellung von künftigen Mitarbeitenden den Pool an verfügbaren Bewerbenden. Der zusätzliche Fokus auf «Soft Skills» stärkt die Vielfältigkeit der Charaktere. Und somit die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens.

  4. Die Entwicklung einer Kultur des Lernens ist von entscheidender Bedeutung. Dabei ist jede einzelne Person gefragt, sich selbst und andere zu entwickeln und anpassungsfähig zu bleiben. Wer die Einstellung zur lebenslangen Beschäftigungsfähigkeit, beispielsweise anhand von Blended Learning, fördert, kann damit neue Potenziale freisetzen.

  5. Die stärkenorientierte Förderung von Mitarbeitenden ist eine Schlüsselfähigkeit der New Leaders. Während diese die laufende Entwicklung unserer Arbeitswelt aktiv mitgestalten, erleichtert das Erkennen und Einbinden der Bedürfnisse und Kompetenzen von Mitarbeitenden dabei die eigene Wirksamkeit.


    Sie möchten die Partizipation von Mitarbeitenden in Ihrem Unternehmen erhöhen und den Skills-Fokus verstärken? Gerne finden wir gemeinsam mit Ihnen und unserem gesamten Ökosystem heraus, wie Sie mit Ihrem Unternehmen und mit Ihren Mitarbeitenden die Chance nutzen, sich fit für die aktuellen Herausforderungen zu machen.

    Hier erfahren Sie mehr über MITARBEITENDE IM ZENTRUM.



    (Quellen: Studie «The future of work after Covid-19» McKinsey Global Institute / Future Work Barometer und Arbeitswelt 4.0, FHNW / Studie «Leadership im Fokus», Great Place to Work / Gallup Engagement Index / Fachliteratur: Zukunft der Arbeit – Perspektive Mensch / Agenda HR – Digitalisierung, Arbeit 4.0, New Leadership)

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CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt.

CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt. Vor wenigen Wochen hat mir ein Lieferant mitgeteilt, dass all seine Mitarbeitenden zeitgleich eine Woche Sommerurlaub machen, um abzuschalten, auszuruhen und neue Energie zu tanken. Dies passiert im Rahmen einer langfristigen Initiative zur Vorbeugung und Bekämpfung von Burn-outs am Arbeitsplatz. Eine gute Idee, wie ich finde. Gerade weil die Burn-out-Zahlen kontinuierlich steigen – wie es auch der Job-Stress-Index 2022 verdeutlicht. Der Anteil an Erwerbstätigen, die sich emotional erschöpft fühlen, übersteigt mit 30,3 Prozent erstmals seit 2014 die 30-Prozent-Marke. Ein solch gemeinsamer Summerbreak ist jedoch nicht für jedes Unternehmen und in jeder Branche umsetzbar. Gerade für Leistungserbringer im Gesundheitswesen ist das schlicht undenkbar. Obwohl es gerade in diesem Bereich wichtig für Mitarbeitende wäre, Zeit zum Ausspannen zu finden, und für Unternehmen, den nachhaltigen Umgang mit Personalressourcen zu stärken. Im Gesundheitswesen steigen jene Zahlen, die Aufschluss geben über Belastung und psychische Gesundheit, stetig. Wie der OBSAN-Bericht vom Januar zeigt, bewertet in der Schweiz knapp die Hälfte (45,5 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit als etwas stressig. Der Anteil äusserst gestresster oder sehr gestresster Ärztinnen und Ärzte (43,1 Prozent) fällt ebenfalls hoch aus. Obwohl Letzterer im internationalen Vergleich dem zweitniedrigsten Wert entspricht, ist er von 2019 auf 2022 deutlich von 37,1 auf 43,1 Prozent gestiegen. Dass es Sommer ist, merke ich auch an den veränderten Bedürfnissen von einigen POLYPOINT Mitarbeitenden. Da muss der eine Kollege eher gehen, um noch rechtzeitig zur Abschluss-Schulaufführung des Kindes zu kommen. Ein anderer muss zur Vorbereitung des Sommerfestes seines Sportvereins. Und bei der Kollegin macht die Kita demnächst Urlaub. Flexibilität im Bereich Kinderbetreuung, Familie und Freizeit ist gefragter denn je. Gerade im Gesundheitswesen bemängeln Mitarbeitende, dass nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Eine Studie vom deutschen Bundesgesundheitsministerium vom Mai belegt, dass in der Pflege für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Freizeit weniger relevant für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist als persönlich zugeschnittene Arbeitszeitmodelle, eine verlässliche Dienstplanung und eine flexible Kinderbetreuung. Sommerzeit ist für mich auch eine Zeit der Reflexion. Ich kann nun auf neun Monate als CEO der POLYPOINT AG zurückblicken. In diesen Monaten durfte ich sehr viel lernen. Am meisten wohl aus den Interaktionen mit Ihnen, geschätzte Kundinnen und Kunden. Auf dem Richmond Healthcare Forum, der DMEA und in vielen Kundengesprächen habe ich erfahren, welchen Herausforderungen Sie sich in Bereichen der Workforce oder ganz konkret im Bereich Personaleinsatz stellen müssen. Und natürlich auch, wo sich POLYPOINT noch verbessern kann. In diesem Rahmen haben wir auch unsere Feedback-Befragung via E-Mail-Versand anhand des Net Promoter Scores (NPS) weiter optimiert. Dies, um möglichst viel konkretes Feedback auf diesem Wege zu erfahren. Ausserdem lade ich Sie gerne ein, mir für Ihr Unternehmen einen Termin einzustellen, damit wir uns kennenlernen und Ihre Bedürfnisse und Entwicklungen gemeinsam besprechen können. Trotz – oder gerade wegen des Sommers: Unser Commitment, dass wir Ihnen ermöglichen wollen, Ihre Zeit für das Wesentliche zu nutzen, indem wir Ihre Planungsprozesse effektiver machen, bleibt natürlich bestehen. Darum arbeiten wir fokussiert weiter an der Automatisierung unserer intelligenten und partizipativen Personaleinsatzplanung. Konkrete Insights dazu erfahren Sie im spannenden Beitrag aus dem POLYPOINT Innovations- und Entwicklungsbereich > In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und nutzbringende Sommerzeit. Herzlich grüsst Iris Kornacker Hier geht's direkt zur Terminbuchung > Quellen: Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, IGES | Ärztinnen und Ärzte in der Grundversorgung – Situation in der Schweiz und im internationalen Vergleich, OBSAN | Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

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