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27. Juli 2021

New Work: The future is human

Es scheint, als hätte sich mit der Pandemie nicht nur die Vorstellung, sondern auch unsere Realität von Arbeitsort und -zeit in kürzester Zeit beinahe komplett verändert. Und es geht weiter. Die technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung krempelt unsere Arbeitswelt zunehmend um. Robotisierung, Automatisierung und die demografische Tektonik werden die Art unserer Arbeit weiterhin verändern. Hinzu kommt die Weiterentwicklung unserer Arbeitsweise, angetrieben von einer neuen, generationenübergreifenden Einstellung: Einer Motivation, für die Geld und Status nicht ausreicht.

Dieser Wandel führt zu einem neuen Verständnis: New Work oder Arbeitswelt 4.0. Eine mitarbeiterzentrierte Transformation der Arbeitswelt, die effizienteres und effektiveres Arbeiten verspricht. Die dank motivierten, selbstorganisierten und eigenverantwortlichen Mitarbeitenden die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöht. Und die gleichzeitig ihre Attraktivität steigert, um der Competition for Talents erfolgreich zu entgegnen.

Klingt einfach. Aber ist es das auch? Unternehmen, die New Work leben, sind deutlich attraktiver und fördern so die Loyalität und das Engagement ihrer Mitarbeitenden – das besagen aktuelle Studien. Worin jedoch verbirgt sich der Schlüssel zum Erfolg?


New Work. New Motivation?

In jüngster Zeit haben wir viele alltägliche Aktivitäten in den digitalen Raum verschoben. Ob Kultur, Bildung, Kommunikation oder Einkaufen – die Menschen sind stärker digital vernetzt als jemals zuvor. Das beweist der D21 – Digital Index 2020/2021. Er offenbart rasant steigende Nutzungszahlen.
Dies stellt auch bisher gelebte Arbeitsregeln und Routinen wie Präsenzkultur, hierarchische Strukturen und die Zusammenarbeit von Mitarbeitenden infrage. Softskills und die Bereitschaft, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und Neues zu lernen, werden unausweichlich.
Kurzum: Mitarbeitende von morgen sollen mobil und gleichzeitig produktiv und motiviert sein. Ist das überhaupt möglich? Was motiviert eigentlich die Mitarbeitenden von heute?

«Geld allein macht nicht glücklich», sagt ein Sprichwort. Dass dem wirklich so ist, veranschaulichen unterschiedliche Studien über die Arbeitswelt 4.0 deutlich. Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit sind zwar ein wesentlicher Motivationsbestandteil. Fast eine genauso grosse Rolle für die Zufriedenheit von Mitarbeitenden spielen jedoch

• die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben;
• Entwicklungsmöglichkeit und Perspektiven im Unternehmen;
• ein exzellent ausgestatteter, vernetzter und mobiler Arbeitsplatz;
• eine wertschätzende und authentische Führungskultur;
• kollegiale Arbeitsbeziehungen, Entscheidung und Zusammenarbeit im Team, flache Hierarchien;
• sinnstiftende Arbeit.

Mitarbeitende wünschen sich somit weniger Routinearbeit, grössere Handlungsspielräume und Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Mit einer stärkeren Entwicklungsorientierung rückt in Zukunft auch das generelle Interesse an team- und projektbasierter Arbeit in den Vordergrund. Menschen wollen heute wieder mit Menschen zu tun haben.

Dies belegen auch Studien zum Arbeitsplatz der Zukunft. Denn getrieben von der Sharing Economy gehen immer mehr erwerbsfähige Menschen projektbasierten, temporären und zusätzlichen Arbeiten im Dienstleistungssektor nach. Neu wollen Mitarbeitende mobil, ortsungebunden, flexibel und frei sein. Und neben all dem sollen ihre Talente und Eigenschaften im Zentrum ihrer Arbeit stehen.

Ob und vor allem wie dieser Wandel weg von der Routine hin zur flexiblen, werteorientierten Gestaltung vollzogen werden kann, ist eine zentrale Frage von New Work. Und der Zukunft.

 

New Work – Technologie erhöht Flexibilität

Forschungsresultate der FHNW zeigen deutlich auf: Die Verbesserung von Kommunikation und Zusammenarbeit, von Innovation und Kreativität sowie das Erlangen von mehr Flexibilität und Employer Reputation sind die primären Treiber hinter den New-Work-Bestrebungen seitens Unternehmen.

Digitale Lösungen und neue Technologien bieten uns tragfähige Grundlagen für New Work. Denn damit werden Mitarbeitende zu virtueller Zusammenarbeit und agiler Projektentwicklung befähigt. Sie verlieren an administrativer Routinearbeit und gewinnen an mobiler Flexibilität. Ohne die entsprechenden Lösungen und Technologien sind also neue Organisations- und Arbeitsformen sowie flexible Beschäftigungsmodelle nicht umsetzbar.

Schliesslich sind es die digitalen Lösungen und neue Technologien, die auch unsere HR-Arbeitswelt weiter verändern. Wie in Zukunft die Daten genutzt werden, um die Belegschaft zu verstehen, wie Mitarbeitende mit digitalen Fähigkeiten wachsen und neue Talente gefunden und gebunden werden. Diese Faktoren prägen uns zusehends.

Daher müssen Unternehmen heute eine Kultur des Lernens entwickeln, technologisch gestützte Strukturen und Rahmenbedingungen schaffen, die motivieren. Und den sicheren Umgang mit digitalen Lösungen sowie die Einbindung in unseren Arbeitsalltag garantieren.

Der Schlüssel zum Erfolg in der Arbeitswelt von morgen liegt folglich im optimalen Zusammenspiel zwischen Mensch, Arbeitsumfeld und Technologie.

 

New Work und die neue Machbarkeit

Während der Pandemie waren Unternehmen kulturellen Veränderungen und kurzfristigen Prozessanpassungen ausgesetzt. Dies hat zu einem Transformations-Turbo geführt. Wir stellen fest, dass konzentriertes Arbeiten und gute Ergebnisse von überall her möglich sind. Und gleichzeitig trägt es zur individuellen Balance zwischen Berufs- und Privatleben bei. Dennoch spüren wir auch Grenzen der neuen Arbeit.
Daraus lassen sich zusammenfassend einige wichtige Stellhebel für New Work ableiten:

• Sinnhaftigkeit in der Arbeit
Die direkte Einbindung von Mitarbeitenden in die Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 ist noch wenig fortgeschritten. Das zeigen Studien auf. Die direkte Einbindung der Mitarbeitenden in den Transformationsprozess ist allerdings ein wesentlicher Teil, um Tätigkeiten als sinnvoll zu erleben. Denn durch das Mitwirken lassen sich nicht nur Strukturen, Prozesse und Arbeitszeitmodelle neu denken, sondern auch räumliche Lösungen sinnvoll gestalten. So werden optimale Lösungen für das eigene Unternehmen gemeinsam erarbeitet.

• Kognitive Herausforderungen
Die Menge an Informationen, die wir jeden Tag erhalten, ist enorm. Unsere Arbeitstage sind vollgepackt mit Meetings. Und unser unaufhörlicher Wechsel zwischen Aufgabenerfüllung und Entscheidungsfindung erhöht seit der Pandemie unsere kognitive Überlastung.
Lösungen zur Reduktion der Routinearbeit sind wichtig. Genauso wichtig wie genügend Zeit bzw. ein offener Dialog darüber, wie viel Zeit und wie viel Gewicht einzelne Aufgaben im Gesamtportfolio haben sollen. Ein konstruktiver Umgang mit der virtuellen Informationsflut und die Selbstverantwortung von Mitarbeitenden sollen gefördert werden. Dank Mechanismen, die befähigen, Prioritäten zu setzen und gesunde Grenzen zur Arbeit und zu Arbeitszeiten zu schaffen. Damit Mitarbeitende gesund und dem Unternehmen lange erhalten bleiben.

• Potenziale weiterentwickeln
Gemäss dem Future Work Barometer 2021 sehen Unternehmen das grösste Potenzial in der Weiterentwicklung von Arbeitsprozessen, im Führungsstil und in den persönlichen Kompetenzen.
Das zeigt, dass die Zurverfügungstellung von gezielten Handlungs- und Entscheidungsfreiräumen, das Fördern von Agilität und Zusammenarbeit, klare Entwicklungswege von Kompetenzen sowie eine gelebte, authentische Wertschätzungskultur wirkungsvolle Hebel für zufriedene Mitarbeitende des neuen New-Work-Zeitalters sind.

Fazit: Vorwärtsorientierung ist für das Unternehmenswachstum unerlässlich. Besonders in diesen turbulenten Zeiten. Die Möglichkeit, Normen zu brechen und Neues auszuprobieren, bildet den Silberstreifen am Horizont der Pandemie.

Gerne finden wir gemeinsam mit Ihnen und unserem gesamten Ökosystem heraus, was für Ihr Unternehmen am besten funktioniert. Und was Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeitenden helfen wird, nachhaltig zu gedeihen. Hier geht es zur Zusammenarbeit: 

WORK TOGETHER 

 

(Quellen: Studien: D21 Digital Index / Arbeitsplatz der Zukunft und neue Arbeitswelt Deloitte / Future Work Barometer und Arbeitswelt 4.0 FHNW / Future of work, PWC / Gallup Engagement Index / Fachliteratur: Zukunft der Arbeit – Perspektive Mensch, Trendreport Motivation von Mitarbeitenden)

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CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt.

CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt. Vor wenigen Wochen hat mir ein Lieferant mitgeteilt, dass all seine Mitarbeitenden zeitgleich eine Woche Sommerurlaub machen, um abzuschalten, auszuruhen und neue Energie zu tanken. Dies passiert im Rahmen einer langfristigen Initiative zur Vorbeugung und Bekämpfung von Burn-outs am Arbeitsplatz. Eine gute Idee, wie ich finde. Gerade weil die Burn-out-Zahlen kontinuierlich steigen – wie es auch der Job-Stress-Index 2022 verdeutlicht. Der Anteil an Erwerbstätigen, die sich emotional erschöpft fühlen, übersteigt mit 30,3 Prozent erstmals seit 2014 die 30-Prozent-Marke. Ein solch gemeinsamer Summerbreak ist jedoch nicht für jedes Unternehmen und in jeder Branche umsetzbar. Gerade für Leistungserbringer im Gesundheitswesen ist das schlicht undenkbar. Obwohl es gerade in diesem Bereich wichtig für Mitarbeitende wäre, Zeit zum Ausspannen zu finden, und für Unternehmen, den nachhaltigen Umgang mit Personalressourcen zu stärken. Im Gesundheitswesen steigen jene Zahlen, die Aufschluss geben über Belastung und psychische Gesundheit, stetig. Wie der OBSAN-Bericht vom Januar zeigt, bewertet in der Schweiz knapp die Hälfte (45,5 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit als etwas stressig. Der Anteil äusserst gestresster oder sehr gestresster Ärztinnen und Ärzte (43,1 Prozent) fällt ebenfalls hoch aus. Obwohl Letzterer im internationalen Vergleich dem zweitniedrigsten Wert entspricht, ist er von 2019 auf 2022 deutlich von 37,1 auf 43,1 Prozent gestiegen. Dass es Sommer ist, merke ich auch an den veränderten Bedürfnissen von einigen POLYPOINT Mitarbeitenden. Da muss der eine Kollege eher gehen, um noch rechtzeitig zur Abschluss-Schulaufführung des Kindes zu kommen. Ein anderer muss zur Vorbereitung des Sommerfestes seines Sportvereins. Und bei der Kollegin macht die Kita demnächst Urlaub. Flexibilität im Bereich Kinderbetreuung, Familie und Freizeit ist gefragter denn je. Gerade im Gesundheitswesen bemängeln Mitarbeitende, dass nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Eine Studie vom deutschen Bundesgesundheitsministerium vom Mai belegt, dass in der Pflege für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Freizeit weniger relevant für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist als persönlich zugeschnittene Arbeitszeitmodelle, eine verlässliche Dienstplanung und eine flexible Kinderbetreuung. Sommerzeit ist für mich auch eine Zeit der Reflexion. Ich kann nun auf neun Monate als CEO der POLYPOINT AG zurückblicken. In diesen Monaten durfte ich sehr viel lernen. Am meisten wohl aus den Interaktionen mit Ihnen, geschätzte Kundinnen und Kunden. Auf dem Richmond Healthcare Forum, der DMEA und in vielen Kundengesprächen habe ich erfahren, welchen Herausforderungen Sie sich in Bereichen der Workforce oder ganz konkret im Bereich Personaleinsatz stellen müssen. Und natürlich auch, wo sich POLYPOINT noch verbessern kann. In diesem Rahmen haben wir auch unsere Feedback-Befragung via E-Mail-Versand anhand des Net Promoter Scores (NPS) weiter optimiert. Dies, um möglichst viel konkretes Feedback auf diesem Wege zu erfahren. Ausserdem lade ich Sie gerne ein, mir für Ihr Unternehmen einen Termin einzustellen, damit wir uns kennenlernen und Ihre Bedürfnisse und Entwicklungen gemeinsam besprechen können. Trotz – oder gerade wegen des Sommers: Unser Commitment, dass wir Ihnen ermöglichen wollen, Ihre Zeit für das Wesentliche zu nutzen, indem wir Ihre Planungsprozesse effektiver machen, bleibt natürlich bestehen. Darum arbeiten wir fokussiert weiter an der Automatisierung unserer intelligenten und partizipativen Personaleinsatzplanung. Konkrete Insights dazu erfahren Sie im spannenden Beitrag aus dem POLYPOINT Innovations- und Entwicklungsbereich > In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und nutzbringende Sommerzeit. Herzlich grüsst Iris Kornacker Hier geht's direkt zur Terminbuchung > Quellen: Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, IGES | Ärztinnen und Ärzte in der Grundversorgung – Situation in der Schweiz und im internationalen Vergleich, OBSAN | Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

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