POLYPOINT_Blog_Headerbild_Customer_Insights
28. Juni 2022

Partizipation als zentraler Wert im Unternehmen.

Im Kantonsspital Aarau (KSA) wird partizipatives Workforce Management bereits umgesetzt. Welche Auswirkungen hat das? Welche Erfahrungen machen Geschäftsleitung und Health Professionals damit? Darüber haben wir uns mit Michael Zürcher, Leiter Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung im Kantonsspital Aarau, unterhalten. Er war Teil der im letzten Herbst durchgeführten Experten-Talks zum Megatrend New Work. Hier konnten bereits erste Einblicke zum Thema Partizipation während den Talks mit den Schwerpunkten Collaboration und Work-Life-Balance gewonnen werden. Nun möchten wir das Themenfeld mit ihm vertieft beleuchten.

Michael Zürcher, wie weit oben steht Partizipation bei Ihnen im Kantonsspital Aarau auf der Prioritätenliste? Und weshalb?

Ganz weit oben! Das Thema Partizipation steht ja auch im Zusammenhang mit den Bedürfnissen der kommenden Generationen. Der Wunsch nach mehr Partizipation wird zunehmend grösser . In einem 24-Stunden-Betrieb wie einem Spital bezieht sich das Thema Partizipation aktuell v.a. auf die Dienstplanung bzw. den Ausgleich zwischen der unregelmässigen Arbeit und dem Privatleben.

Wie fördert Ihr Unternehmen Partizipation im Allgemeinen?

Wir haben bereits einige Formen von Partizipation umgesetzt. Vor allem in der Pflege gibt es bereits Teams, welche die Mitarbeitenden bei der Dienstplanung miteinbeziehen und teilweise sogar völlig autonom machen lassen.

Bei der Kulturentwicklung haben wir zudem in Co-Creation-Workshops gemeinsam mit Mitarbeitenden aus allen Hierarchiestufen und Disziplinen die Grundsätze der Unternehmenskultur und der Zusammenarbeit entwickelt.

Unsere jährliche Engagement-Befragung ist ebenfalls vollumfänglich auf Partizipation ausgerichtet. Gemeinsam setzen sich Teams mit den Ergebnissen auseinander und definieren Massnahmen und Ziele zur Stärkung der Zusammenarbeit.
Die Befragung zeigt, dass das Thema «Meine Meinung zählt» von der Belegschaft als wichtig betrachtet wird. Wir erzielen damit gute Ergebnisse.

Welche Ziele wollen Sie damit erreichen und welchen Nutzen wollen Sie erzielen?

Dadurch wollen wir den Bedürfnissen der aktuellen und auch kommenden Generation von Fachkräften im Gesundheitswesen entsprechen. Die Suche nach Sinnstiftung in der Arbeit wird immer grösser , die Bedürfnisse der Belegschaft individueller und damit auch der Wunsch nach vermehrter Partizipation immer drängender. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Spitäler wichtig, den Dialog mit der Belegschaft zu fördern und sowohl bei der Personalgewinnung wie bei der Personalerhaltung auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeitenden einzugehen. Wir sind überzeugt, dass das Commitment dadurch nachhaltig positiv beeinflusst wird.

Gibt es allenfalls schon Resultate aufgrund umgesetzter Massnahmen ?

Das Feedback zeigt, dass die Mitarbeitenden eine positive Entwicklung wahrnehmen und die partizipativen Ansätze sehr schätzen. Das soll nicht heissen , dass die Partizipation schon überall vollständig ist oder deren Erwartungen umgesetzt sind. Die Richtung aber stimmt. Wir müssen und werden den Weg konsequent weitergehen, denn eine solche Kulturveränderung benötigt Zeit und kleine Schritte in der Umsetzung.

Handelt es sich dabei um kurz- oder langfristige Ansätze?

Beides. Kurzfristig können quick wins realisiert werden, indem z.B. der Dialog mit den Teams an der Front regelmässig gesucht wird. Oder indem die erwähnten Beispiele wie Bottom-up-Ansätze bei Entwicklungsvorhaben, bei der Dienstplanung oder bei spezifischen Aktivitäten umgesetzt werden. Dazu sind keine langjährigen Strategien notwendig, man kann und sollte es einfach tun. 

Andererseits benötigen Unternehmen auch eine mittel- und langfristige Strategie, um das Thema Partizipation nachhaltig in der Unternehmenskultur zu verankern. Denn es sollen keine Einzelinitiativen bleiben, sondern über die gesamte Unternehmung hinweg wahrnehmbar sein.

Welches sind in Ihrem Unternehmen die zentralen Akteurinnen und Akteure hinsichtlich Partizipation?

Das oberste Management muss das Thema Partizipation explizit wollen und vorleben. Dazu gehört auch das Loslassen von bisherigen Strukturen, Gremien und Prozessen. Nur so wird der Wille, einen Wandel zu vollbringen, im Unternehmen spürbar. Die Vorgesetzten auf allen Stufen spielen bei der Partizipation eine zentrale Rolle. Wenn eine Stationsleitung in der Pflege nicht gewillt ist, die Mitarbeitenden bei der Dienstplanung partizipieren zu lassen, wird bei der Belegschaft keine Veränderung spürbar. Dies ist aber nicht ohne Weiteres möglich, dazu sind diverse Begleitmassnahmen notwendig. Auch die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle. Letztendlich sind es aber auch Mitarbeitende, welche mit ihrem persönlichen Engagement den Erfolg der partizipativen Prozesse sicherstellen.

In welcher Form werden diese in digitale partizipative Prozesse eingebunden?

Die digitalen partizipativen Prozesse haben den Vorteil, dass Sie zu grosser Transparenz führen und die Veränderung sichtbar und messbar machen können. Es ist deshalb wichtig, alle Akteurinnen und Akteure von Beginn an eng beizuziehen und sie dabei zu begleiten.

Welche Partizipationslevel (Information, Mitgestaltung, Mitentscheidung) möchten Sie vorwiegend fördern?

Grundsätzlich möchten wir verschiedene Levels fördern. In einem 24-Stunden-Betrieb ist bereits die Information eine Herausforderung, da bei einem Grossteil der Belegschaft die Präsenz auf 24 Stunden verteilt ist. Gerade bei Mitarbeitenden am Patienten ist es deshalb schwierig, zeitnahe und nachvollziehbare Informationen zu vermitteln. Dort setzen wir neu auf digitale Kommunikationsformen, indem wir beispielsweise die Plattform Beekeeper verwenden, um mit der Belegschaft zu kommunizieren und sie an gewissen Diskussionen partizipieren zu lassen. 
Zudem ist das Thema Mitgestaltung entscheidend. Durch die erwähnten Initiativen wie bei der Dienstplanung wollen wir in einem ersten Schritt die Mitarbeitenden mitgestalten lassen. Sobald diese Prozesse etabliert sind – und sozusagen als höchste Stufe in einem Spitalbetrieb –, ist es unser Ziel, die Mitarbeitenden auch vermehrt bei Veränderungen mitentscheiden zu lassen. Dies wird jedoch nur möglich sein, wenn wir die Unternehmenskultur vermehrt in diese Richtung entwickeln. Dazu wollen wir die jährliche Engagement-Befragung nutzen, welche wiederum durch die Mitgestaltung und letztendlich Mitentscheidung über die Massnahmen den Fortschritt der Teams massgeblich beeinflusst.

Welche finanziellen und personellen Ressourcen stellen Leistungserbringer im Gesundheitswesen für die Förderung des Themas Partizipation bereit?

Aktuell sind die Ressourcen zur Förderung der Partizipation noch gering. Weitere Investitionen in dieses Thema hängen auch von der strategischen Positionierung der jeweiligen Leistungserbringer ab. Persönlich bin ich der Meinung, dass gerade aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels nun der richtige Zeitpunkt ist, noch mehr Ressourcen zu Systematisierung der Partizipation bereitzustellen. Aus diesem Grund hat sich das KSA entschieden, sich aktiv in das von Innosuisse geförderte Projekt zur partizipativen Dienstplanung einzubringen. 

Als aktiver Partner des von Innosuisse geförderten Projektes «Intelligente und partizipative Dienstplanung» haben Sie sich sicherlich mit den vier topplatzierten Fragen* betreffend Sollzustand auseinandergesetzt. Treffen diese auch in Ihrem Unternehmen den Puls der Zeit?

Es ist beeindruckend, wie hoch die Zustimmung bei den Personengruppen aus verschiedenen Leistungserbringern zu den Themen wie Freiwünsche, Dienstzuteilung, Diensttausch etc. ist. Auf der anderen Seite ist es auch beunruhigend, zu erfahren, dass der Istzustand vielfach anders bzw. schlechter beurteilt wird. Der erwähnte Sollzustand trifft selbstverständlich auch auf das KSA zu, wobei wir auch Unterschiede zwischen den Berufsgruppen feststellen (z.B. Ärzte vs. Pflege). Diese Unterschiede wollen wir bei der künftigen Lösung berücksichtigen, jedoch durch das neue Tool zur «intelligenten und partizipativen Dienstplanung» einen grossen Schritt in Richtung systematischer Partizipation machen.

Bestehen über die interne Partizipation bereits unternehmensübergreifende Netzwerke im Sinne von partizipativer Zusammenarbeit und Prozessen?

Ja, zum Beispiel wie erwähnt Co-Creation-Ansätze zur Gestaltung der Zusammenarbeit und Verbesserung der Unternehmenskultur sowie die Engagement-Programme. Aber auch bei der Personalplanung wird aufgrund des Fachkräftemangels am KSA die Dienstplanung vermehrt unternehmensweit abgestimmt und dadurch stärker auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeitenden eingegangen.

 

Herr Zürcher, herzlichen Dank für diese interessanten Antworten.

 

michael-zuercher-mitarbeiter-ksa

 

Michael Zürcher
Leiter Human Resources,
Mitglied der Geschäftsleitung
im Kantonsspital Aarau

LinkedIn

 

 

 

 


* Zur Erinnerung die vier topplatzierten Fragen mit der höchsten Zustimmung im Sollzustand:

1. 91 Prozent bestätigen, dass Freiwünsche berücksichtigt werden sollen (einzelne freie Tage).
2. 87 Prozent finden, der Prozess der Dienstzuteilung soll fair sein (klare Regeln, welche Dienste zu leisten sind, und Ausgeglichenheit bei der Berücksichtigung von Freiwünschen und Präferenzen).
3. 85 Prozent sagen, dass die Möglichkeit zum Tauschen von Diensten mit Kolleginnen und Kollegen gestärkt werden soll.
4. 82 Prozent finden, dass Präferenzen wie z.B. langfristige Vorlieben, Spät-/Nachtdienst oder spezifische freie Wochentage Berücksichtigung finden sollen.

Hier finden Sie den ganzen Bericht 

Neuste Beiträge.

myPOLYPOINT begeistert Anwenderinnen und Anwender
2 Min
myPOLYPOINT-Integration begeistert Anwenderinnen und Anwender.

Featured Solutions and Services myPOLYPOINT-Integration begeistert Anwenderinnen und Anwender. Kürzlich fand im Microsoft Technology Center der Swiss Healthcare Circle statt. Bei dieser eindrucksvollen Veranstaltung mit rund 200 Teilnehmenden bot sich mir als Head of Innovation bei POLYPOINT die Gelegenheit, tiefe Einblicke in acht innovative Projekte zu gewinnen, die Microsoft-Technologien nutzen. Mein Fazit gleich vorweg: Ich war begeistert. Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation von Michael Döring-Wermelinger vom Luzerner Kantonsspital. Er informierte die Anwesenden über die erfolgreiche Integration von myPOLYPOINT in Microsoft Teams. Dieser Einblick in die praktische Anwendung unserer Lösungen in Verbindung mit einer führenden Technologieplattform war überaus inspirierend. Und er unterstrich die Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Seine Ausführungen lauteten wie folgt: «Eine gute Personaleinsatzplanung hat einen hohen Wert. Der Zeitaufwand, um diese zu erstellen, ist relevant für jedes Unternehmen. Allein in unseren stationären Pflegeabteilungen im Luzerner Kantonsspital wenden wir Zeit im Volumen von mehreren Stellen pro Jahr auf.» Lesen Sie hier den ganzen Beitrag von Michael Döring-Wermelinger > Wertvolle Erkenntnisse lieferten auch die Präsentationen von sieben weiteren Projekten. Sie offenbarten eindrucksvoll, wie vielfältig digitale Innovationen die Gesundheitsversorgung verbessern. Es war eine grossartige Erfahrung, die verschiedenen Anwendungen von Microsoft-Technologien – insbesondere auch AI-basierte Use Cases – in Aktion zu sehen und von den Erfahrungen anderer in der Branche zu lernen. Der bereichernde Event macht Lust auf mehr. Danke, Microsoft, für die Organisation dieses inspirierenden Events. Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an die myPOLYPOINT-Anwenderbetriebe. Thomas Buerdel, Head of Innovation bei POLYPOINT Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hier erfahren Sie mehr zu myPOLYPOINT und können via Formular ganz einfach mit uns in Kontakt treten > Das könnte Sie auch interessieren: Hier finden Sie die #First Insights zu smartem Workforce Management.

Innovation und Development News: Präferenzen in der partizipativen Dienstplanung
3 Min
Matchentscheidend: Präferenzen in der Dienstplanung.

Innovation and Development News Matchentscheidend: Präferenzen in der intelligenten partizipativen Dienstplanung Im frühen Jahr 2024 werden die neuen POLYPOINT Solutions für die Automatisierung und das Managen von Präferenzen und Vereinbarungen in der Dienstplanung ausgeliefert. Die neuen Lösungen haben das Potenzial, den Aufwand der Dienstplanung selbst um ein Vielfaches zu reduzieren. Erste Ergebnisse zeigen: abhängig von Unternehmen und Umfeld sogar um den Faktor 5 bis 10. Gleichzeitig verfolgen die neuen Lösungen das Ziel, die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitenden deutlich zu erhöhen. Durch die Kombination von Mensch und Maschine profitiert Ihr Unternehmen von einer erhöhten Intelligenz. Darum sprechen wir von einer intelligenten partizipativen und automatisierten Dienstplanung, bei der Mitarbeiterpräferenzen und betriebliche Anforderungen gleichermassen berücksichtigt werden. Hier erfahren Sie dazu mehr > In unserem aktuellen Programm-Inkrement arbeiten wir intensiv an den Hilfsmitteln für diese Mitarbeiterpräferenzen. Dazu haben unsere Experience Designer Interviews mit unterschiedlichen Personengruppen auf Kundenseite geführt. Diese Resultate fliessen in die Entwicklung gezielt mit ein. Zudem werden aktuell bereits Testläufe bei ersten Kunden durchgeführt. Das erachten wir als guten Grund, für Sie den partizipativen Aspekt der automatisierten Dienstplanung etwas genauer zu beleuchten. Partizipation in der Dienstplanung: Warum die Mitwirkung von Mitarbeitenden den entscheidenden Unterschied macht. In einer Zeit, in der Automatisierung und Technologie immer stärker in den Vordergrund treten, ist es essenziell, den menschlichen Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren. Vor allem in der Dienst- und Schichtplanung spielen individuelle Bedürfnisse und Präferenzen von Mitarbeitenden eine zentrale Rolle. Dies belegen auch unsere vorangegangenen Analysen im Bereich einer partizipativen Dienstplanung > Die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden ist nämlich viel mehr als ein «nice to have». Immer mehr wird sie zum entscheidenden Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Mitarbeitende, die in den Planungsprozess miteinbezogen werden, fühlen sich wertgeschätzt und verstanden. Indem sie ihre Präferenzen und Bedürfnisse einbringen können, werden nicht nur individuelle Wünsche berücksichtigt, sondern auch potenzielle Konflikte vermieden. Das Resultat: Effizient zu erstellende Dienst- und Schichtpläne, die Effektivität und Harmonie fördern. Ein besonderes Merkmal der automatischen und partizipativen Planung von POLYPOINT Solutions ist die Möglichkeit, die Präferenzen der Mitarbeitenden zu gewichten. Diese Gewichtung bestimmt, inwieweit und in welchem Grad Präferenzen in die Planberechnung einfliessen sollen. Planende erhalten so mehr Flexibilität und haben die Möglichkeit, individuelle und betriebliche Bedürfnisse optimal aufeinander abzustimmen. Übrigens: Auch wenn die Partizipation gewichtet werden kann, bleiben Vereinbarungen fixe Bestandteile der planungsrelevanten Daten. Diese werden vom Algorithmus stets berücksichtigt und sind nicht verhandelbar. Wichtige betriebliche Anforderungen werden dadurch immer eingehalten. Präferenzen der Mitarbeitenden indes können je nach Gewichtung variieren. Abbildung: Ihre Schritte zur Vorbereitug auf die intelligente und partizipative Planung. myPOLYPOINT: Partizipation leicht gemacht. Die Umsetzung der Partizipation wird mit der myPOLYPOINT App erheblich erleichtert. Denn Mitarbeitende können mit dieser Lösung ihre Präferenzen einfach und unkompliziert eingeben. Bis zum Zeitpunkt der Planung stehen diese Daten dann zur Verfügung, um wiederum in den Planungsprozess einzufliessen. Das Abfragen von Präferenzen erfolgt in myPOLYPOINT mittels eines smarten Dialogs. Mitarbeitende können in diesem Dialog ihre individuellen Präferenzen und Wünsche, beispielsweise bezüglich Arbeitszeiten, Schichten oder freier Tage, angeben. Diese Art der Abfrage ermöglicht es, in kurzer Zeit strukturierte Daten zu erheben, die eine präzise, massgeschneiderte Planung erlauben. Je nach Antwort haben Mitarbeitende die Möglichkeit, weitere Details und spezifische Präferenzen anzugeben. Dies stellt sicher, dass die erstellten Dienstpläne den organisatorischen Anforderungen des Unternehmens entsprechen und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeitenden berücksichtigen. Und so zur Zufriedenheit von Mitarbeitenden sowie zur Produktivitätssteigerung beitragen. Der Präferenzdialog in der myPOLYPOINT App bildet somit eine Brücke zwischen individuellen Präferenzen und organisatorischen Notwendigkeiten. Und eine harmonische und leistungsfähige Arbeitsumgebung entsteht. Das Feedback auf erste Testläufe bei Kunden zeigt: Die partizipative und automatische Planung ist der richtige Weg. Die vertiefte Einbindung der Partizipationsthematik in eine Workforce-Management-Lösung sorgt nicht nur für zufriedenere Mitarbeitende, sondern auch für effektivere und praxisnahe Dienst- und Schichtpläne. Unterstützt durch neue intelligente Technologien steht dabei der Mensch immer im Mittelpunkt. Sie interessieren sich für die Gewichtung von Präferenzen und myPOLYPOINT? Hier erfahren Sie mehr zu myPOLYPOINT und können via Formular ganz einfach mit uns in Kontakt treten > Das könnte Sie auch interessieren: Hier finden Sie die #First Insights zu smartem Workforce Management.

230627_POLYPOINT_CEO_Iris_Kornacker_Summer_Insights_Blog_V2
2 Min
CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt.

CEO Insights: Was der Sommer mit sich bringt. Vor wenigen Wochen hat mir ein Lieferant mitgeteilt, dass all seine Mitarbeitenden zeitgleich eine Woche Sommerurlaub machen, um abzuschalten, auszuruhen und neue Energie zu tanken. Dies passiert im Rahmen einer langfristigen Initiative zur Vorbeugung und Bekämpfung von Burn-outs am Arbeitsplatz. Eine gute Idee, wie ich finde. Gerade weil die Burn-out-Zahlen kontinuierlich steigen – wie es auch der Job-Stress-Index 2022 verdeutlicht. Der Anteil an Erwerbstätigen, die sich emotional erschöpft fühlen, übersteigt mit 30,3 Prozent erstmals seit 2014 die 30-Prozent-Marke. Ein solch gemeinsamer Summerbreak ist jedoch nicht für jedes Unternehmen und in jeder Branche umsetzbar. Gerade für Leistungserbringer im Gesundheitswesen ist das schlicht undenkbar. Obwohl es gerade in diesem Bereich wichtig für Mitarbeitende wäre, Zeit zum Ausspannen zu finden, und für Unternehmen, den nachhaltigen Umgang mit Personalressourcen zu stärken. Im Gesundheitswesen steigen jene Zahlen, die Aufschluss geben über Belastung und psychische Gesundheit, stetig. Wie der OBSAN-Bericht vom Januar zeigt, bewertet in der Schweiz knapp die Hälfte (45,5 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeit als etwas stressig. Der Anteil äusserst gestresster oder sehr gestresster Ärztinnen und Ärzte (43,1 Prozent) fällt ebenfalls hoch aus. Obwohl Letzterer im internationalen Vergleich dem zweitniedrigsten Wert entspricht, ist er von 2019 auf 2022 deutlich von 37,1 auf 43,1 Prozent gestiegen. Dass es Sommer ist, merke ich auch an den veränderten Bedürfnissen von einigen POLYPOINT Mitarbeitenden. Da muss der eine Kollege eher gehen, um noch rechtzeitig zur Abschluss-Schulaufführung des Kindes zu kommen. Ein anderer muss zur Vorbereitung des Sommerfestes seines Sportvereins. Und bei der Kollegin macht die Kita demnächst Urlaub. Flexibilität im Bereich Kinderbetreuung, Familie und Freizeit ist gefragter denn je. Gerade im Gesundheitswesen bemängeln Mitarbeitende, dass nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Eine Studie vom deutschen Bundesgesundheitsministerium vom Mai belegt, dass in der Pflege für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Freizeit weniger relevant für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist als persönlich zugeschnittene Arbeitszeitmodelle, eine verlässliche Dienstplanung und eine flexible Kinderbetreuung. Sommerzeit ist für mich auch eine Zeit der Reflexion. Ich kann nun auf neun Monate als CEO der POLYPOINT AG zurückblicken. In diesen Monaten durfte ich sehr viel lernen. Am meisten wohl aus den Interaktionen mit Ihnen, geschätzte Kundinnen und Kunden. Auf dem Richmond Healthcare Forum, der DMEA und in vielen Kundengesprächen habe ich erfahren, welchen Herausforderungen Sie sich in Bereichen der Workforce oder ganz konkret im Bereich Personaleinsatz stellen müssen. Und natürlich auch, wo sich POLYPOINT noch verbessern kann. In diesem Rahmen haben wir auch unsere Feedback-Befragung via E-Mail-Versand anhand des Net Promoter Scores (NPS) weiter optimiert. Dies, um möglichst viel konkretes Feedback auf diesem Wege zu erfahren. Ausserdem lade ich Sie gerne ein, mir für Ihr Unternehmen einen Termin einzustellen, damit wir uns kennenlernen und Ihre Bedürfnisse und Entwicklungen gemeinsam besprechen können. Trotz – oder gerade wegen des Sommers: Unser Commitment, dass wir Ihnen ermöglichen wollen, Ihre Zeit für das Wesentliche zu nutzen, indem wir Ihre Planungsprozesse effektiver machen, bleibt natürlich bestehen. Darum arbeiten wir fokussiert weiter an der Automatisierung unserer intelligenten und partizipativen Personaleinsatzplanung. Konkrete Insights dazu erfahren Sie im spannenden Beitrag aus dem POLYPOINT Innovations- und Entwicklungsbereich > In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und nutzbringende Sommerzeit. Herzlich grüsst Iris Kornacker Hier geht's direkt zur Terminbuchung > Quellen: Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, IGES | Ärztinnen und Ärzte in der Grundversorgung – Situation in der Schweiz und im internationalen Vergleich, OBSAN | Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

Newsletter
abonnieren und keine Kundenstory mehr verpassen.